Im Mittelpunkt der Sanierung stand der historische Dachstuhl des denkmalgeschützten Gebäudes in Regensburg. Nach den Angaben des DenkmalAtlas geht das Gebäude auf das Jahr 1580 zurück. Anlass der Maßnahme war insbesondere der Zustand der Dachdeckung. Die Biberschwanzdeckung des Mansarddaches wurde erneuert, um den langfristigen Schutz der historischen Bausubstanz sicherzustellen.
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts war die umfassende statische und holztechnische Untersuchung des historischen Dachstuhls. Bei der Konstruktion handelt es sich um einen barocken, liegenden Mansardsparrendachstuhl. Auf Grundlage der Bestandsaufnahme wurden der Erhaltungszustand und die Tragfähigkeit der vorhandenen Holzbauteile bewertet und die erforderlichen Instandsetzungs- und Verstärkungsmaßnahmen festgelegt.
Dabei konnten große Teile des historischen Dachstuhls erhalten werden. Etwaige im Zuge der Sanierung festgestellte Substanzschäden an den Dachbalken und weiteren Holzbauteilen wurden im Baufortschritt denkmalgerecht ertüchtigt. Eingriffe und Verstärkungen erfolgten gezielt und nur dort, wo sie aus statischer oder konstruktiver Sicht erforderlich waren. Neben Feuchte- und Schädlingsschäden wurden auch Hinweise auf mögliche frühere Holzschutzbehandlungen untersucht und bei der Bewertung der vorhandenen Holzkonstruktion berücksichtigt.
Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Sanierung war die Herstellung einer bislang nicht vorhandenen Längsaussteifung des historischen Dachtragwerks. Diese wurde durch innenliegende hölzerne Windrispenbohlen hergestellt und gewährleisten künftig eine ausreichende Aussteifung der Dachkonstruktion. Die statische Bemessung der Dachkonstruktion wurde auf die Anforderungen der erneuerten Dachdeckung und des vorgesehenen Unterdachs abgestimmt. Dabei wurden sowohl die vorhandene historische Tragstruktur als auch die zusätzlichen Anforderungen aus der Sanierung berücksichtigt.
Durch die Kombination aus substanzschonender Instandsetzung, gezielter statischer Ertüchtigung und der Erneuerung der Dachdeckung kann die historische Tragstruktur weitgehend bewahrt und zugleich statisch ertüchtigt sowie langfristig gesichert werden.
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Projektdaten |
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Ausführung |
2022 |
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Leistung |
Bestands- und
Schadensanalyse, Sanierungskonzept, Berechnung und Konstruktion der
Instandsetzung, baubegleitende Ing.-Kontrollen |
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Brutto Fläche |
493 m² |
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Fotografie |
Zott Ingenieure | Michael Kölbl |



